Geschichte der EU
Auf dieser Seite möchte ich Dir etwas über die Geschichte der Europäischen Union (EU) erzählen. Wie alles begann und in welchen Schritten aus ersten Anfängen sich die heutige EU mit ihren jetzt 25 Mitgliedsländern entwickelt hat.
Jahrhundertelang war Europa regelmäßig Schauplatz blutiger Auseinandersetzungen. Allein zwischen 1870 und 1945 führten Frankreich und Deutschland dreimal Krieg gegeneinander, mit schrecklichen Verlusten. Im Zweiten Weltkrieg, der 1945 endete, fanden in Europa Millionen Menschen den Tod.
Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangten europäische Staatsmänner zu der Überzeugung, dass eine enge Zusammenarbeit zwischen den Ländern die einzige Möglichkeit zur Sicherung eines dauerhaften Friedens in Europa sei.
| Im Jahr 1950 schlug der damalige französische Außenminister Robert Schuman eine enge Zusammenarbeit der Kohle- und Stahlindustrie in Westeuropa vor. Dazu veröffentlichte Robert Schuman am 9. Mai 1950 eine schriftliche Erklärung, die man heute die “Schuman-Erklärung” nennt.Und weil diese Erklärung von Robert Schuman (geboren 1886, gestorben 1963) als der Anstoss zur friedlichen Zusammenarbeit der Völker in Europa angesehen wird, wird der 9. Mai heute jährlich als “Europatag” der Europäischen Union gefeiert. Robert Schuman gilt heute als einer der “Gründerväter” der EU. |
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Im Jahr 1951 gründeten sechs Länder (Belgien, Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Italien und die Niederlande) die “Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl” (Abkürzung: EGKS). Aufgabe der EGKS war es, die Zusammenarbeit zwischen diesen sechs Ländern in der Kohle- und Stahlindustrie herzustellen.
| Um das zu erreichen, wurde erstmals eine gemeinsame Behörde für die sechs Länder eingerichtet (die so genannte “Hohe Behörde”). Ihr erster Präsident war Jean Monnet (geboren 1888, gestorben 1979). Auch er war ein sehr engagierter Europäer. Schon damals prägte Jean Monnet Begriffe, wie “einheitlicher Markt” und “gemeinsame Sozialpolitik”.Deshalb gilt auch Jean Monnet als einer der “Gründerväter” der heutigen Europäischen Union (EU). |
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Die Zusammenarbeit der Kohle- und Stahlindustrie (in der EGKS) war ein derartiger Erfolg, dass ihre sechs Gründungsmitglieder nach wenigen Jahren übereinkamen, diese Zusammenarbeit auf weitere Bereiche der Wirtschaft auszudehnen. Im Jahr 1957 unterzeichneten sie den “Vertrag von Rom” und gründeten mit diesem Vertrag die “Europäische Atomgemeinschaft” (Abkürzung: EURATOM) und die “Europäische Wirtschaftsgemeinschaft” (Abkürzung: EWG).
Ziel der sechs Staaten war die Beseitigung von Handelsschranken und die Bildung eines “Gemeinsamen Marktes”.
Jetzt gab es also drei verschiedene Europäische Gemeinschaften: die EGKS, die EURATOM und die EWG.
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2007: EUropa wird 50! – 50 Jahre Römische Verträge
Die Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomenergiegemeinschaft (Euratom) wurden am 25. März 1957 in Rom unterzeichnet. Beide Verträge werden daher auch als “Verträge von Rom” bzw. “Römische Verträge” bezeichnet. Im Jahr 2007 feiert die Europäische Union (EU) den 50. Jahrestag der Unterzeichnung dieser Verträge – EUropa wird 50! Hier finden Sie Informationen und Links rund um das EU-Jubiläum 2007. |
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Im Jahr 1967 wurden die Einrichtungen (= Organe) der drei Europäischen Gemeinschaften (EGKS, EURATOM, EWG) zu den “Europäischen Gemeinschaften” (Abkürzung: EG) vereinigt. Seitdem gibt es eine gemeinsame Kommission, einen gemeinsamen Ministerrat und das Europäische Parlament.
Die Mitglieder des Europäischen Parlaments wurden zunächst von den nationalen Parlamenten der EG-Mitgliedsländer bestimmt. Die direkte Wahl der Europaabgeordneten durch die Bürgerinnen und Bürger wurde erst später eingeführt.
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Im Jahr 1973 traten das Vereinigte Königreich (von Großbritannien und Nordirland), Dänemark und Irland der EG bei. Damit gehörten jetzt der Europäischen Gemeinschaft (EG) insgesamt neun Länder in Europa an.
Im Jahr 1979 fand die erste Direktwahl zum Europäischen Parlament statt. Erstmals konnten die Bürgerinnen und Bürger in den EG-Mitgliedsländern ihre Europaabgeordneten direkt wählen. Seitdem finden alle fünf Jahre die Wahlen zum Europaparlament statt.
Im Jahr 1981 trat Griechenland der EG bei, die damit auf zehn Mitgliedsländer anwuchs.
Und im Jahr 1986 wurden Spanien und Portugal Mitglied der EG, die damit insgesamt 12 Mitgliedsländer hatte.
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Im Jahr 1992 schlossen die 12 EG-Mitgliedsländer in der niederländischen Stadt Maastricht einen wichtigen Vertrag. Mit diesem Vertrag (der auch “Vertrag von Maastricht” genannt wird) vereinbarten die 12 EG-Staaten, ihre Zusammenarbeit über die Wirtschaft hinaus auf neue Bereiche auszudehnen – zum Beispiel auf eine Zusammenarbeit bei der Verteidigung und bei der Justiz.
Mit diesem “Vertrag von Maastricht” wurde die heutige “Europäische Union” (EU) begründet.
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Im Jahr 1995 traten drei Länder der EU bei – Finnland, Österreich und Schweden -, die damit von 12 auf 15 Mitgliedsländer anwuchs.
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Bereits im Jahr 1992 hatten die damals 12 EU-Länder beschlossen, eine gemeinsame Währung unter dem Namen “Euro” (Abkürzung: EUR, Symbol: €) einzuführen.
Diese gemeinsame Währung wurde schließlich am 1. Januar 2002 offiziell eingeführt. Euro-Banknoten und Euro-Münzen ersetzten die nationalen Währungen in 12 der 15 EU-Mitgliedstaaten (Belgien, Deutschland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Österreich, Portugal und Finnland).
Dänemark, Schweden und das Vereinigte Königreich (von Großbritannien und Nordirland) haben den Euro noch nicht eingeführt, sondern ihre nationalen Währungen behalten.
Mehr über den Euro kannst Du HIER erfahren…
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Nach dem Fall der Mauer in Berlin am 9. November 1989 und der innerdeutschen Grenze, die Deutschland bis dahin geteilt hatte, wurde am 3. Oktober 1990 die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten vollzogen. In dieser Zeit veränderte sich Europa sehr, denn die Staaten in Osteuropa lösten sich aus der Vorherrschaft der Sowjetunion und suchten den Anschluss an Westeuropa.
So stellten in den folgenden Jahren 13 Länder den Antrag, in die Europäische Union (EU) als neue Mitglieder aufgenommen zu werden. Nach langen Verhandlungen mit 12 der 13 Länder beschlossen die Staats- und Regierungschefs der Europäischen Union im Dezember 2002 in Kopenhagen, 10 dieser Länder am 1. Mai 2004 in die EU aufzunehmen.
Und so wurde die Europäische Union am 1. Mai 2004 durch den Beitritt von 10 Ländern (Estland, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern) auf 25 Mitgliedsländer erweitert.
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Am 25. April 2005 unterzeichnete die Europäische Union in Luxemburg mit den beiden Länden Bulgarien und Rumänien einen Vertrag über den EU-Beitritt (Beitrittsvertrag) dieser beiden Länder. Beide Länder wurden am 1. Januar 2007 neue EU-Mitgliedsländer und die Europäische Union damit auf insgesamt 27 Mitgliedstaaten erweitert.
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Slowenien war der Europäischen Union am 1. Mai 2004 als Mitglied beigetreten. Bereits am 1. Januar 2007 konnte dieses Land als 13. EU-Mitglied den Euro als Landeswährung einführen.Weitere Informationen finden Sie hier: http://europa.eu/abc/history/index_de.htm







