Etappensieg für Lübbersmann
al Osnabrück.
Kassing will weiter kämpfen
Mit deutlicher Mehrheit hat sich am Mittwochabend der Vorstand des CDU-Kreisverbands Osnabrück-Land für Michael Lübbersmann und gegen Reinhold Kassing als CDU-Landratskandidaten ausgesprochen. Und nun? Jubel auf der einen und Tränen auf der anderen Seite? Nichts davon.
„Das ist nur die erste Hürde, die ich genommen habe“, stellt Lübbersmann im Gespräch mit unserer Zeitung fest. „Mit so einem deutlichen Ergebnis habe ich nicht gerechnet, aber die endgültige Entscheidung fällt nun einmal erst in der Mitgliederversammlung.“ Jedem, der jetzt schon mit ihm feiern wolle, müsse er eine Absage erteilen, sagt Bersenbrücks Samtgemeindebürgermeister.
In der Tat, der Kreisvorstand hatte am späten Mittwochabend lediglich eine Empfehlung (nach geheimer Abstimmung) ausgesprochen, nachdem zuvor Lübbersmann und Kassing sich in jeweils rund zehnminütigen Redebeiträgen vorgestellt hatten. Eine Empfehlung mit deutlichen Zahlen: 18 Stimmen für Lübbersmann, vier für Kassing, zwei Enthaltungen.
Die endgültige Nominierung des CDU-Kandidaten, der in den Wahlkampf um die Nachfolge von Landrat Manfred Hugo (CDU) ziehen soll, erfolgt am 1. Oktober in Ankum. Dann sind die CDU-Mitglieder aus dem Landkreis aufgerufen, sich für Lübbersmann oder Kassing zu entscheiden. Oder sogar noch für einen weiteren Kandidaten? Nach jetzigem Stand gehe er nicht davon aus, sagt der Kreisvorsitzende Hans-Gert Pöttering. „Mit Michael Lübbersmann schlägt der CDU-Vorstand eine Persönlichkeit vor, die sich durch Verwaltungserfahrung und Bürgernähe auszeichnet.“ Als Samtgemeindebürgermeister, früherer Mitarbeiter des Landkreises und gebürtiger Belmer kenne Lübbersmann den Landkreis „mit all seinen Chancen und Herausforderungen“. Und nach den Diskussionen der vergangenen Wochen gebe es in der Partei den deutlichen Wunsch nach einem Neuanfang, so Pöttering. Aber: Reinhold Kassing habe in der Urwahl weiterhin alle Chancen.
Und will Kassing nach seiner im Juni im Kreistag gescheiterten Wiederwahl zum Ersten Kreisrat (bei der ihm auch einige CDU-Mitglieder die Stimme verweigerten) und dem deutlichen Votum des CDU-Vorstands zur Landratskandidatur überhaupt noch zur Urwahl antreten? „Der Kreisvorstand ist eine geschlossene Gruppe, ich werde weiter kämpfen. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass ich dem Landkreis als Landrat etwas Gutes tun kann.“ Er kann im Übrigen nur appellieren, dass in diesem Nominierungsverfahren fair miteinander umgegangen werde.
Was geschieht im Falle seiner Niederlage am 1. Oktober? Möglicherweise eine Kandidatur als unabhängiger Bewerber? „Kein Kommentar“, antwortet der Erste Kreisrat (dessen Amtszeit noch bis zum 31. Mai 2011 läuft) kurz und knapp. Diese Frage stelle sich derzeit überhaupt nicht
Quelle:
http://www.os1.tv/Nachrichten/?bcpid=46403025001&bclid=45881699001&bctid=596082768001
geschrieben: 27. August 2010 unter Pressemitteilungen.
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