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Auf dem Weg zu schnellerem Internet

NOZ 19.05.2010

al Osnabrück.
Der Traum vom schnellen Internetzugang soll auch für zahlreiche Bürger und Unternehmen im Landkreis Osnabrück bald kein Traum mehr sein. Ein Förderpaket des Landes Niedersachsen macht es möglich, dass demnächst in vielen so genannten weißen Flecken gesurft werden kann. Nachfolgend dazu die wichtigsten Fragen und Antworten.

Was fördert das Land?

Insgesamt 60 Millionen Euro lässt das Land Niedersachsen in den Breitbandausbau fließen – das Konjunkturpaket II macht es möglich. In den vergangenen Tagen verkündete Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode das Ergebnis der Ausschreibung der drei „Breitbandcluster“ in Niedersachsen: Danach wird der Bereich Nordwestniedersachsen (zu dem auch der Landkreis Osnabrück gehört) und Küste von der EWE TEL GmbH ausgebaut.

Welche Summe wird im Landkreis Osnabrück investiert?

Nach Angaben des Landkreises und der EWE TEL GmbH (Oldenburg) sollen im Landkreis rund 4,3 Millionen Euro investiert werden. Darin enthalten sei auch die Fördersumme des Landes in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro und der Eigenanteil der Kommunen von rund 200000 Euro. Als Tochter der EWE TEL GmbH wickele vor Ort übrigens die osnatel GmbH den Breitbandausbau ab.

Welche „weißen Flecken“ dürfen bald auf schnelles Internet hoffen?

Wo und wie „weiße Flecken“ nun exakt ausgebaut werden, soll sich in den nächsten Wochen bei einer Feinabstimmung zwischen EWE TEL und dem Landkreis ergeben. Folgende Städte und Gemeinden seien am Zuge: Glandorf, Melle, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hilter, Bad Essen, Ostercappeln, Bohmte, Belm, Bippen, Eggermühlen, Kettenkamp, Berge, Menslage, Badbergen, Nortrup. Über Info-Veranstaltungen oder auf anderem Wege sollen die betroffenen Haushalte rechtzeitig unterrichtet werden.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Die EWE TEL wolle bis Ende 2011 die „weißen Flecken“, die über die Ausschreibung des Landes angesprochen worden seien, versorgen. Erste Haushalte sollen noch in diesem Jahr angeschlossen werden. Ziel sei, die Haushalte mit mindestens einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von zwei Megabits pro Sekunde zu versorgen, was der Förderrichtlinie des Landes entspreche. Vielfach seien aber auch (je nach Ausbaumöglichkeit) 16 Megabits pro Sekunde und noch mehr möglich.

Bleiben „weiße Flecken“ bestehen?

Ja. Um alle „weiße Flecken“ bedienen zu können, müssten bis zu neun Millionen Euro investiert werden, teilt der Landkreis mit. „Nach dem Geschäftsplan der Telkos wird dieses innerhalb von drei bis fünf Jahren möglich sein. Allerdings müssen sich genügend Unternehmen und Bürger auch anschließen wollen.“ Bei der Telkos handelt es sich um die neue Telekommunikationsgesellschaft für den Landkreis Osnabrück, die am 1. Juli dieses Jahres die Arbeit aufnehmen will. Ziel sei, den gesamten Landkreis mit mindestens zwei Megabits pro Sekunde an die Datenautobahn anzuschließen, „so wie jeder heutzutage über ein Telefon verfügt oder verfügen kann“. Für Gewerbetreibende sollen gesonderte Lösungen gefunden werden, da zwei Megabits pro Sekunde unzureichend seien.
 



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