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Neue OZ: Neue Satzung ohne Erhöhungen

Es fehlte nur noch der Glühwein, dann hätte es eine Weihnachtsfeier werden können. Denn Spekulatius, Christstollen und Lebkuchen standen schon auf den Tischen. Und statt des angekündigten nichtöffentlichen Sitzungsteils las Bürgermeister Franz-Josef Strauch eine erheiternde Weihnachtsgeschichte über einen alten Christbaumständer vor. Doch zuvor gab es natürlich auch noch ernste Themen bei der Glandorfer Ratssitzung am Mittwochabend.

So verabschiedete der Rat seine neue Geschäftsordnung in Anlehnung an eine Mustervorlage des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes. Auf Vorschlag der CDU wurde aber wie bei der alten Geschäftsordnung eine 14-Tage-Frist für Sitzungsprotokolle eingefügt. Außerdem dürfen sich Ausschusssitzungen nicht überschneiden. Anpassungen an die neue Eingleisigkeit der Gemeindespitze machten Änderungen in der Hauptsatzung und in der Satzung über Aufwandsentschädigungen nötig. Erhöhungen gab es allerdings nicht. So erhält zum Beispiel ein stellvertretender Bürgermeister 120 Euro im Monat. Damit liege Glandorf weit unter den Sätzen anderer Kommunen, meinte Strauch dazu.

Ebenso wie alle anderen Beschlüsse wurde auch der Jahresabschluss der Gemeindewerke für 2005 genehmigt und dem ehemaligen Gemeindedirektor Hubert Schlotmann als damaligem Werkleiter Entlastung erteilt. Gesenkt werden konnten die Abwassergebühren. So werden für Schmutzwasser statt bisher 2,56 Euro im kommenden Jahr 2,32 Euro pro Kubikmeter berechnet. Die Regenwasserentsorgung kostet 9,80 Euro pro 100 Quadratmeter (bisher 10,92 Euro). Der Frischwasserpreis bleibt mit 96 Cent pro Kubikmeter weiterhin sehr günstig.

Nachdem jetzt Ausgleichsflächen für Eingriffe in den Naturhaushalt in die Änderung des Flächennutzungsplanes vom Rat aufgenommen wurden, steht einer Genehmigung der 1. Änderung des Flächennutzungsplanes durch den Landkreis nach Angaben des Fachdienstleiters Bauen und Umwelt, August Lintker, nichts mehr im Wege.

In den zweieinhalb Monaten als Bürgermeister habe er zwar schon viel gelernt, sei aber noch lange nicht am Ende. Trotzdem fühle er sich “schon mittendrin statt nur dabei”, hatte Bürgermeister Strauch die Sitzung eröffnet und dabei auch auf die Themen verwiesen, die ihn empfangen hatten. Dazu gehörte der große Kreisel, der seit Mittwoch für den Verkehr freigegeben ist.



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