Hans-Gert Pöttering

Präsident des Europäischen Parlaments a.D.

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Hans-Gert Pöttering erinnert zu Beginn der Olympischen Spiele in China an die Menschenrechte und die Rechte des tibetischen Volkes

vom 07.08.2008

Der Präsident des Europäischen Parlaments, Hans-Gert Pöttering, hat zu Beginn der Olympischen Spiele in Peking aufgerufen, nicht die Menschenrechte und die Situation des tibetischen Volkes und anderer Minderheiten in China zu vergessen.”Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern erfolgreiche und faire Spiele. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass die Spiele in einem schwierigen politischen Umfeld stattfinden. Die brutalen Ergeignisse in Tibet im März haben uns alle erschüttert. Es ist jetzt unsere Pflicht, das tibetische Volk, das seine kulturelle Identität verteidigt und den Dalai Lama, der ein Mann des Friedens ist, nicht zu vergessen. Das Schicksal von Menschrechtlern wie Hu Jia darf uns nicht gleichgültig sein. Die freie Berichterstattung über die Spiele und der freie Zugang zu Informationen sind eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg dieser Spiele.

Die Olympischen Spiele sind mehr als nur rein sportliches Ereignis: sie sind die Chance für eine weitere Öffnung Chinas. China ist heute eine wichtige Wirtschaftsmacht,die in den letzten Jahren grosse Entwicklungen erreicht hat. Die Zusammenarbeit mit China ist wichtig für die Europäische Union, aber sie muss gleichzeitig mit einer Verbesserung der Situation der Menschenrechte in China einhergehen und darf nicht auf deren Kosten gehen. Während aber insbesondere auch nach den Spielen muss deutlich sein, dass wir nicht die Menschenrechte und die Rechte des tibetischen Volkes vergessen, die das Europäische Parlament immer verteidigen wird.”