Führung und Besichtigung in der Glaner Feuerwehr
Die Bad Iburger CDU hatte ihre Mitglieder und interessierte Bürger zu einer Führung mit Besichtigungen in der Freiwilligen Feuerwehr in Bad Iburg – Glane eingeladen. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr hatten ein attraktives Rahmenprogramm aufgestellt, die zahlreich erschienen Gäste waren ein sehr interessiertes Publikum.
Nach kurzer Begrüßung durch die Leitung des örtlichen Feuerwehrverbandes informierte der Stadtbrandmeister Stephan Pax die Besucher/innen über die vielfältigen Aufgabenbereiche. Unterstützt durch eine sehr informative Bildpräsentation wurden die markanten Daten der Glaner Ortsfeuerwehr verdeutlicht:
Mit 44 aktiven Mitgliedern ist die Kapazitätsgrenze erreicht. Soweit es die rechtlichen Vorgaben ermöglichen bringen sich weitere 7 passive Mitglieder, die sogenannten Ruheständler mit einem Alter von über 62 Jahren, in das ehrenamtliche Engagement auch weiterhin mit ein. ‘Den Feuerwehren in Niedersachsen droht wegen des Bevölkerungsrückgangs ein dramatischer Aderlass’, so warnte der Innenminister Uwe Schünemann kürzlich die Öffentlichkeit. In Bad Iburg stellt sich jedoch die Situation noch völlig anders dar. Auch die beiden Jugendabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren stoßen an ihre Kapazitätsgrenzen. In der Iburger Ortswehr werden unter der Leitung von Anja Barfuß 22 Jugendliche aus allen Ortsteilen der Stadt in die Aufgaben eingeführt und in die Glaner Ortswehr werden unter der Leitung vom Maik Bellstedt 43 Jungen und Mädchen über die Musikkapelle frühzeitig an den Feuerwehrverband herangeführt. Im 18. Lebensjahr können die Jugendlichen dann in die Verbände in vollem Umfang aufgenommen werden. Die Einarbeitung in die inzwischen sehr komplexen Tätigkeitsbereiche einschließlich Teilnahme in den erforderlichen Kursen, z.B. in der Landesfeuerwehrschule, erfordert einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. Im Stadtgebiet von Bad Iburg teilen sich die beiden sogenannten Stützpunktfeuerwehren Iburg und Glane die durch den Niedersächsischen Gesetzgeber vorgegeben Aufgaben. Neben der klassischen Aufgabe des Brandschutzes hat sich die Glaner Feuerwehr auf Unfalleinsätze bei Gefahrgut (z.B. mit dem LKW) und auf technische Hilfestellungen (z.B. Überflutungen) spezialisiert. Entsprechend sind die technischen Gerätschaften auf beide Bad Iburger Wehren verteilt. Somit kann überwiegend eine doppelte Vorhaltung der in der Bedienung anspruchsvollen Hilfswerkzeuge vermieden werden und die Kommune wird vorteilhaft in den Kosten entlastet.
Der Glaner Ortsbrandmeister Andreas Kemper und sein Stellvertreter Markus Große-Albers gaben ihren Besuchern/innen nicht nur einen fachkundigen Überblick über den Fuhrpark ihrer Ortswehr, sondern erläuterten sehr kenntnisreich die technischen Besonderheiten einzelner Spezialeinrichtungen. Die Glaner Ortswehr verfügt über ein Tanklöschfahrzeug, ein sogenanntes Löschgruppenfahrzeug, einen Gerätewagen und einen Einsatzleitwagen.
Der Einsatzwagen, der vorrangig bei größeren Einsätzen mit mehreren Ortswehren erforderlich ist, wurde von Frank Hengelbrock dem staunenden Publikum präsentiert. Bei einer Mindestbesetzung von 3 Personen werden mittels moderner Technologien, z.B. Lapptop mit Drucker und Telekommunikation, die Aufgabenbereiche ‘Schützen, Retten und Bergen’ effizient begleitet. Hierzu gehören u.a. ein Katasterplan mit Angaben über die Lage und die Leistungsfähigkeit der Hydranten in der Kommune, mehrere Grundrisspläne verschiedener größerer Wohngebäude und Gewerbetriebe und auch Datensammlungen, die Auskunft über Art und Bekämpfung von Gefahrgütern geben. Eine wesentliche Aufgabe, die das Kommando im Leitwagen wahrnehmen muss, ist die zeitnahe Dokumentation aller angeordneten Schutzmaßnahmen, so dass bei rechtlichen Auseinandersetzungen justiziable Dokumente vorliegen.
Aber auch die verschiedenen Einzelvorführungen ließen die Besucher/innen staunen: Z.B. das sogenannte DEKON-Zelt, welches zum Abduschen der Schutzanzüge nach einem Gefahrguteinsatz erforderlich ist, oder die leistungsfähige und druckluftbetriebene Umfüllpumpe zur Sicherung von flüssigen Gefahrstoffen. Die aufwändige Wartung und Pflege der Atemschutzgeräte, welche in Glane für beide Bad Iburger Wehren vorgenommen wird, unterstreicht die vorbildliche Kollegialität und Kooperation beider Ortswehren.
Löschen, Retten, Bergen und Schützen – Feuerwehrleute sind unverzichtbar. Sei es bei Bränden, Verkehrsunfällen oder Überschwemmungen. Sehr beruhigend, dass in Bad Iburg die Feuerwehren sehr gut aufgestellt sind, im Falle eines Falles bestens ausgebildete Helfer/innen schnell zur Stelle sind und gegebenenfalls ihre Gesundheit und Leben für das Leben anderer riskieren.
Der informative Abend schloss mit einem kleinen Imbiss, einem erfrischenden Getränk und nicht zuletzt guten Gesprächen in dem durch die Mitglieder der Feuerwehr gestalteten und sehr ansprechenden Terrassenlandschaft.
Die Mitglieder und Gäste der CDU in Bad Iburg durften eine äußerst interessante Veranstaltung erleben. Den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr in Glane sei hierfür herzlich gedankt.
geschrieben: 26. August 2010 unter Pressemitteilungen.
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